Ausbildung der Reiter
Neulinge beginnen Ihre Reitausbildung an der Longe. Ziel
dabei ist es zunächst das Vertrauen zwischen dem Reiter/ der Reiterin und
dem Pferd herzustellen.
Der Longeführer steht dabei in der Mitte eines Kreises von ca. 18m
Durchmesser und führt das (brave) Schulpferd mit einer 8m lagen Leine =
Longe. Der Reitschüler/Reitschülerin lernt dabei die Grundbegriffe wie z.B.
richtiger Sitz, richtige Haltung, Traben oder Zügelführung. Da der
Reitlehrer das Pferd führt und die Gangart des Pferdes (Schritt, Trab, Galopp)
bestimmt, kann sich der Schüler / die Schülerin auf das Erlernen der
Grundbegriffe konzentrieren.
Der/die Reitschüler / Reitschülerin muss nun (ebenso wie das junge Pferd -
siehe unten) die richtige "Hilfengebung" erlernen.
"Hilfen" versteht man das Einwirken auf das Pferd mit Schenkel,
Zügel und/oder dem Rücken mit dem Ziel, dem Pferd dadurch mitzuteilen, was
man von ihm erwartet (z.B. angaloppieren oder stehen bleiben).
Sobald dieses Kenntnisse gefestigt sind, kommt man zu Freireiten in der
Reithalle. Unter der Aufsicht und der Anleitung des Reitlehrers werden die
Kenntnisse in Sitz des Reiters, führen des Pferdes, Traben (aussitzen und
"leicht reiten") und Galoppieren weiter vertieft. Besonders
wichtig in dieser Ausbildungsphase ist es uns auch, den sicheren Umgang mit
dem Sportkameraden Pferd zu erlernen. Pferde sind Fluchttiere und
Herdentiere.
Daraus ist auch ihr Verhalten abzuleiten und in vielen Fällen
"vorzudenken".
Nach entsprechender Übung im Freireiten steht einem ersten Ausritt durch
die Wiesen, Wälder und Felder nichts im Wege.
Je nach Interesse erfolgt dann die Fortsetzung der Ausbildung mit den
Schwerpunkten Ausreiten, Dressur oder Springen. In der Sparte Dressur ist
eine Ausbildung bis zur Klasse L (mit dem eigenen Pferd bis LM), im Springen
bis zur Klasse A (mit dem eigenen Pferd bis zur Klasse L) möglich.
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Josef Nachtnebel beim Springturnier
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